Zweitveröffentlichung einer Verlagspublikation

Der "Grüne Weg" ist die Parallelveröffentlichung oder Selbstarchivierung, die auf privaten Homepages, Institutshomepages oder auf Dokumentenservern/Repositorien erfolgen kann. Die Autoren speichern eine Kopie ihres Aufsatzes oder ihrer Monografie, die sie beim Verlag eingereicht haben, öffentlich zugänglich. Dabei wird die nicht-standardisierte Selbstarchivierung zunehmend durch eine Archivierung auf Institutionellen Repositorien ergänzt und abgelöst. Bei diesen, auf dem grünen Weg publizierten Dokumenten handelt es sich häufig um Preprints oder Postprints. Nur bei so genannten Postprints ist gewährleistet, dass ein Peer Review stattgefunden hat. Auch Primärdaten können über den Grünen Weg der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei der Archivierung von Dokumenten auf Dokumentenservern werden zwei verschiedene Formen unterschieden, je nachdem, um welche Art von Repositorium es sich handelt: Institutionelle Repositorien werden von einer Institution (beispielsweise einer Hochschule) betrieben und sind meist fachübergreifend, während disziplinäre Repositorien bestimmte Fachgebiete abdecken, dafür aber institutionenübergreifend sind.

 Fakten:

Die Zweitveröffentlichung ist uneingeschränkt erlaubt...

  • wenn im Zeitraum 2011 - 2013 ein Allianz-Lizenz für den Verlag vorliegt.
  • wenn den Verlagen bei der Erstveröffentlichung vertraglich kein ausschließliches eingeräumt wurde.
  • wenn Sie sich das Recht auf eine parallele Online-Veröffentlichung ausdrücklich vorbehalten haben.

Sofern sämtliche Verwertungsrechte an den Verlag abgetreten wurden, steht es dem Autor nicht mehr frei, wann und in welcher Form er seinen Beitrag über das Internet zugänglich macht. Hier bedarf es für die Parallelpublikation der Zustimmung des herausgebenden Verlags.

Wie ist der rechtliche Status Ihrer Veröffentlichungen?

So können Sie die Nutzungsrechte an Ihren Veröffentlichungen ermitteln:

  • Nähere Auskünfte, ob ausschließliche Nutzungsrechte an einem Beitrag übertragen wurden, können Sie Ihrem Verlagsvertrag entnehmen.
  • Alternativ kann zu den Regelungen der einzelnen Verlage oder Zeitschriften die SHERPA/RoMEO-Datenbank genutzt werden.