Open Content-Lizenzen

Zweck und Charakteristika

Um die Nachnutzbarkeit von elektronischen Publikationen über den vom Urheberrecht gesetzten Rahmen zu erweitern und damit eine weit höhere Verbreitung von Werken zu ermöglichen, können in so genannten Open Content-Lizenzen konkrete Rechte klar definiert werden. Dafür haben sich im Wesentlichen zwei unterschiedliche Lizenzmodelle etabliert: Creative Commons (CC) und Digital Peer Publishing License (DPPL). Beide Modelle bieten Möglichkeiten, eine Lizenz zu vergeben, die vollumfänglich mit der als Referenz geltenden Berliner Erklärung für Open Access konform ist - beide Modelle bieten aber auch Lizenzen, die die Nutzung von Werken stärker einschränken und daher nicht als reiner Open Access gelten können.

Open Content Lizenzen haben die Form standardisierter Rechtstexte mit Vertragscharakter, die international anwendbar sind und für potentielle Nutzerinnen und Nutzer die invidividuelle Nachfrage bei Urheberinnen/Rechteinhaberinnen oder Urhebern/Rechtinhabern eines Werkes entbehrlich machen können.

Für Sie als Mitglied der JGU können Open Content-Lizenzen in zweifacher Hinsicht relevant sein: als Nachnutzerin oder Nachnutzer und auch als Urheberin oder Urheber (Autorin bzw. Autor), sofern Sie nicht bereits einem Verlag die ausschließlichen Verwertungsrechte eingeräumt haben.


Quelle

open-access.net (unter Lizenz CC BY 4.0 unported), abgerufen am 10. August 2015